Fehn-Apotheke

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„Hicks“ – wer denkt denn da an mich?

Dr. Elke Schnörwangen

Schluckauf ist lästig, aber zumeist harmlos. Allerdings sind mit ihm manch abergläubische Erklä-rungsversuche verbunden, etwa auch die, dass eine nicht anwesende Person an einen denkt.

Als Ursache gilt eine Reizung zweier Nerven: Nervus phrenicus und Nervus vagus. Scharfe Gewürze, Alkohol, hastiges Essen oder kohlensäurehaltige Getränke können einen Schluckauf auslösen. Außerdem spielen häufig psychische Faktoren wie Lachen, Angst oder Aufregung eine Rolle.

Durch die Nervenreizung kommt es zu einer rhythmischen Verkrampfung des Zwerchfells. Dabei dehnt sich die Lunge aus und saugt Luft an. Das typische „Hicksgeräusch“ entsteht, wenn die ausgeatmete Luft gegen die geschlossene Stimmritze prallt. Probleme kann der Schluckauf bei Frühgeborenen verursachen, nach einem akuten Herzinfarkt oder während einer Operation. Im Mutterleib dagegen scheint er sinnvoll zu sein: Bereits ab der achten Schwangerschaftswoche hicksen Föten und trainieren so die Bauchatmung und den Saugreflex. Die geschlossene Stimmritze sorgt dafür, dass sie kein Fruchtwasser schlucken. Neugeborene hicksen 3000-mal häufiger als Erwachsene. Die Frequenz, wie schnell ein Hickser auf den anderen folgt, ist individuell verschieden – bis zu 60 Hickser pro Minute sind möglich. . [... mehr]